Großer Jahresabschluss bei den Tell-Schützen

I n Deutschland sind ca. 1,5 Millionen Schützen in Vereinen und Verbänden organisiert, die durchweg gegen Ende des Jahres ihren Familienabend, Weihnachtsfeier oder wie man auch immer diesen Abschluss nennen mag, feiern. In Maintal haben sich die Mitglieder der Schützengesellschaft Tell1560 Hochstadt-Dörnigheim im "Gasthaus Strohl" vor einigen Tagen zusammengefunden, um die gesellschaftliche und sportliche Jahresleistung der erfolgreichen Schützen zu würdigen und zu ehren.

Verdiente Mitglieder v.l.:  Rolf Wiegand, Hermann Rogler, Carola und Dieter Jehmlich, Gabi und Kurt Leutfeld, Claudia Rotter,
Tobias Geis, Sigrid Rotter, Wolfgang Kral und Friedrich Vetter.
Der Andrang auf die Plätze war außergewöhnlich groß, sodass man den schon großzügig ausgestatteten Saal um weitere Plätze vergrößern musste. Traditionell wird der Familienabend durch den 1. Vorsitzenden Hermann Rogler mit der Begrüßung der Gäste und Ehrengäste eröffnet. Weiß gedeckte Tische, reichlich geschmückt mit Blumen und Accessoires, gaben der Veranstaltung den passenden Rahmen. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Günter Schmidt mit seinem „Ein-Mann-Orchester“.
Jetzt ging es  Schlag auf Schlag mit Oberschützenmeister Tobias Geis, Rolf Wiegand und Hermann Rogler, die sich die Moderation des Abends nach den Anlässen teilten. Auf der Agenda ganz oben standen die Ehrenorden.
Claudia Rotter, Wolfgang Bernhardt und Tobias Geis wurden für ihr außergewöhnliches Engagement mit dem Verdienstorden in Bronze ausgezeichnet. Sigrid Rotter wurde mit der Kreisnadel in Silber
und Ullrich Laupus mit der Kreisnadel Gold geehrt.
In den Bereichen der Administration wurden Carola und Dieter Jehmlich, Gabi und Kurt  Leutelfd,Wolfgang Kral und Friedrich Vetter für ihre zuverlässigen Tätigkeiten mit einem Sachpreis belobigt.
Vereinsmeister: Tobias Geis, Barbara Soff, Peter Kilian, Dieter Jehmlich, Roy Kröger, Kurt Leutfeld, Salvatore Fusco, Dietmar Hesse,
Claudia Rotter, Thomas Babel, Sigrid Rotter, Gabi Leutfeld, Hans-Otto Herbert, Rolf Wiegand und Hermann Rogler.
Weiter ging es mit den Jubilaren
Für langjährige Mitgliedschaft und Treue zum Verein wurden geehrt:
10 Jahre
Thomas Babel, Juan Manuel Castillejos, Achim Deck, Frank Hartweg, Manfred Kabler, Tobias Krupkat, Tobias Labs, Ullrich Laupus, Anja, Corinna und Franziska Lerch, Manfred Rosenberg, Erhard Ludwig Roth und Franz-Eugen Ruffing
20 Jahre Claus Birkner, Susanne Hartenfeller, Kornelia Leder-Lotz, Astrid Lippa und Thomas Wosch
25 Jahre Rainer Borz, Uwe Buchwald, Reinhold Ecke, Markus Koch, Reinhard Schuster.
30 Jahre Rudi Benz, Armin Eibelshäuser, Rolf Gnoth, Hendrik Lippa jun, Alois Riester, Beate Unverricht.
4 0 Jahre Ursula Pohl und Walter Kienzler. 

Es gab zu jedem Jubilar das eine oder andere feierliche Wort zu sagen in Anerkennung und in Dankbarkeit für die Mitgliedschaft,  die Sie in all den Jahren dem Verein entgegengebracht haben. Gleichwohl bestätigten alle geehrten Jubilare dem Verein auch in Zukunft die Treue zu halten und es an Rat und Tat nicht fehlen zu lassen.
Tobias Geis ist als Oberschützenmeister für die sportliche Organisation und deren Verlauf aller Disziplinen im Verein zuständig und somit auch für die Auszeichnungen in diesem Bereich verantwortlich. Mit den Ehrungen der Vereinsmeister und der erfolgreichen Teilnehmer an Kreis-, Gau-, hessenmeisterschaft hatte er an diesem Abend auch alle Hände voll zu tun. Dabei wurde er tatkräftig von Wolfgang Kral, Hermann Rogler und Rolf Wiegand unterstützt. In Teamarbeit hatte man die Vereinsmeister der unterschiedlichsten Disziplinen  mit Urkunden und Medaillen zu ehren.
In der Zwischenzeit gab es auch noch ein Rätsel dessen Lösung mit tollen Sachpreisen verbunden war zu gewinnen. Die Aufgabenstellung war die Anzahl getrockneter Erbsen in einem Glas zu schätzen. Die Preise wurden gestaffelt zur Rategenauigkeit aufgestellt, so dass derjenige mit dem nächsten Ergebnis auch den Hauptpreis bekam.
Den höchsten Vereinsorden den es im Schützenverein zu vergeben gibt, ist die Verleihung der Königswürde und die Ernennung seines  Hofstaates. Hierzu werden alle Mitglieder des Vereins einmal im Jahr eingeladen am „Königsschießen“ teilzunehmen. Jeder kennt den Ausspruch: „Der hat den Vogel abgeschossen“ und damit sind wir auch schon mitten im Geschehen. Dieser besagte Vogel, von Doris Richter in Scene gesetzt, in Form eines Adlers aus bemaltem Styropor, im einen Fang ein Zepter, im anderen den Reichsapfel, so stellt sich das Wappentier dem Betrachter dar. Aufgeteilt in den Gewehr-König, den Pistolen-König und das Gleiche nochmals für die Jugend, gilt es zuerst Zepter und Apfel zu treffen. Der Reihe nach versuchen sich die Schützen nun an ihrem Glück. Erster und zweiter Ritter werden so gekürt.
König wird, wer es schafft, den Kopf und somit die Krone des Vogels abzuschießen.
Es gehört natürlich jede Menge Glück dazu den letzten finalen Schuss abzugeben, denn wann letztlich das Eine oder Andere fällt, wird nicht von der Perfektion des jeweiligen Schützen bestimmt, sondern liegt schon weit im Bereich des Zufalls. Das macht auch den Reiz dieser Veranstaltung aus, denn so gibt es die Möglichkeit auch für den ungeübten Schützen an das begehrte Tafelsilber zu kommen.
Wo wir auch schon bei der Königskette wären, denn diese Auszeichnung besteht aus purem Silber und ist einige Kilo schwer. Lohn des Ganzen ist eine eigene Plakette innerhalb der Kette mit dem Namen des Schützen und der Jahreszahl, wann er König wurde. So stellt die Schützenkette das Tafelsilber dar, was in jedem Jahr neu zu vergeben ist und was den Schützen in die Annalen des Vereins eingehen lässt.
So hatten sich denn die alten Könige (Andreas Förster, Gewehr und Andrea Bially, Pistole) aus dem Vorjahr schon demonstrativ auf der Bühne versammelt,  wohl wissend, dass sie ihren begehrten Silberschmuck bald abgeben mussten.
Hermann Rogler hatte sich die Krönung der neuen Vereinsmonarchie auf seine Fahnen geschrieben. Wie zu erwarten zelebrierte er eine vorzügliche Königskrönung, aufgeteilt in den Pistolen- und den Gewehrkönig.

Unter dem Beifall der Gäste wurde Wolfgang Bernhardt zum Pistolenkönig  gekürt und erhielt vom Chef den würdigen Lohn untertänigst übermittelt. Zu seinen Rittern wurden: 1. Ritter Bodo Richter
und 2. Ritter Andrea Bially geschlagen.

Weiter ging es mit dem Gewehrkönig, so war es Andreas Förster  nicht möglich, seine geliebte Gewehrkette zu verteidigen. Schweren Herzens musste er das Tafelsilber an die neue Königin Sigrid Rotter übergeben.
Ihr zur Seite stehen: 1. Ritter Salvatore Fusco und der 2. Ritter Tobias Geis. Die Freude war riesig, doch man konnte ein leichtes Quietschen bei den Ketten vernehmen was man aber sofort an der Theke mit  „Öl“ beheben konnte.

Noch einmal gab es was zu ergattern, denn jeder Besucher oder Gast bekam vom Schatzmeister ein Los übergeben, an das Sachpreise wie Speisegutscheine in Maintaler Restaurants gebunden waren.
Tobias Labs hatte so am Ende eines harmonischen Abends die ehrenvolle Aufgabe die Losgewinner aus dem Zylinder zu ziehen. Die Freude in den Gesichtern der Gewinner war unübersehbar  und man gab dem Schatzmeister zu verstehen, dieses im nächsten Jahr zu wiederholen.

Die Schützengesellschaft Tell 1560 Hochstadt-Dörnigheim möchte sich auf diesem Weg bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass diese Veranstaltung so gelungen durchgeführt werden konnte.

Für die Unterstützung durch den „Maintal Tagesanzeiger“ und dem Redakteur Eberhard Dunkel für die „treffsichere Berichterstattung“, bei der VR-Bank unter dem Motto: „Gemeinsam mehr erreichen“ für die Unterstützung und die gute Beratung bei den Vereinsfinanzen. Sowie bei der Stadt Maintal für die gute Zusammenarbeit.

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